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1. Tag der steirischen Jugendarbeit im Grazer Landhaushof

Uschi Theissl (GF Logo Jugendmanagement, Sprecherin des Fachstellennetzwerks), Ursula Lackner (Landesrätin für Bildung und Gesellschaft), Florian Arlt(GF Dachverband Offene Jugendarbeit), Amir Mayer (Vorsitzender des Landesjugendbeirates) © Bernhard Schindler
Uschi Theissl (GF Logo Jugendmanagement, Sprecherin des Fachstellennetzwerks), Ursula Lackner (Landesrätin für Bildung und Gesellschaft), Florian Arlt(GF Dachverband Offene Jugendarbeit), Amir Mayer (Vorsitzender des Landesjugendbeirates)
© Bernhard Schindler
Amir Mayer (Vorsitzender des Landesjugendbeirates), Florian Arlt(GF Dachverband Offene Jugendarbeit), ), Ursula Lackner (Landesrätin für Bildung und Gesellschaft), Uschi Theissl (GF Logo Jugendmanagement, Sprecherin des Fachstellennetzwerks), Ernst Muhr (GF Fratz Graz) © Bernhard Schindler
Amir Mayer (Vorsitzender des Landesjugendbeirates), Florian Arlt(GF Dachverband Offene Jugendarbeit), ), Ursula Lackner (Landesrätin für Bildung und Gesellschaft), Uschi Theissl (GF Logo Jugendmanagement, Sprecherin des Fachstellennetzwerks), Ernst Muhr (GF Fratz Graz)
© Bernhard Schindler

Die außerschulische Jugendarbeit ist neben Familie, Schule beziehungsweise (Aus-) Bildungseinrichtungen und Kinder- und Jugendhilfe eine weitere wichtige Säule, die Jugendliche in ihrer Entwicklung unterstützt, ihnen Sicherheit bietet, sie stärkt und fördert. Sie ist überall dort, wo Jugendliche wirken und somit gelebte Querschnittsmaterie. Die Jugendarbeit ist gleichzeitig auch ein Schlüsselpartner für die Jugendpolitik.

Die Jugendarbeit in der Steiermark ist so vielfältig wie in kaum einem anderen Bundesland. Getragen wird sie von den drei Säulen

  • Offene Jugendarbeit mit 71 Angebotsstandorten die von 41 unterschiedlichen Trägern betrieben
  • Verbandliche Jugendarbeit mit 26 Mitgliedsorganisationen, die enormes leisten - und das fast durchwegs ehrenamtlich. Diese Vereine haben sich mit sechs beratenden Mitgliedern zum Jugendbeirat des Landes zusammengeschlossen.
  • und dem Steirisches Fachstellennetzwerk für Jugendarbeit und Jugendpolitik, das 16 Fachstellen umfasst.

„Sie alle sorgen dafür, dass die Jugendarbeit von einer großen Vielfalt geprägt ist. Doch ohne Unterstützung der öffentlichen Hand wäre sie nicht aufrecht zu erhalten. Daher ist einer meiner Schwerpunkte, den Trägern, Gemeinden und Vereinen organisatorisch wie auch finanziell unter die Arme zu greifen", betont Ursula Lackner, Landesrätin für Bildung und Gesellschaft.

Grundlage dafür bietet die „Strategische Ausrichtung in der Kinder- und Jugendarbeit des Landes Steiermark 2017-2022". Denn die Kinder- und Jugendarbeit unterliegt einer unheimlichen Dynamik. Sie erfordert, dass sich die Beteiligten rasch den neuen Gegebenheiten anpassen, um den sich schnell verändernden Ansprüchen gerecht werden zu können. Daher ist es auch notwendig, dass die langfristige strategische Planung laufend nachjustiert und regelmäßig auf neuesten Stand gebracht wird.

Ein Meilenstein dabei war unter anderem das neue Fördermodell für die verbandliche Jugendarbeit, das 2017 in Kraft getreten ist. Es ist österreichweit einzigartig und stellt

  • die hauptamtliche Begleitung von Ehrenamtlichen,
  • die Absicherung der Basis- und Projektarbeit,
  • die Versicherung der Ehrenamtlichen
  • und die Planungssicherheit für die Organisationen

in den Mittelpunkt.

So fließen alleine im heurigen Jahr 2,3 Millionen Euro an Landesförderungen in die Jugendarbeit:
Mit 1,4 Millionen Euro an Personalkostenförderung unterstützen wir die 49 von den steirischen Gemeinden getragenen Jugendzentren
Mit 860.000 Euro an Basisförderung helfen wir den 24 Jugendverbände und -einrichtungen bei ihrer Arbeit.

Jedes Jahr rückt Lackner außerdem den Wert der Jugendarbeit und besonders den Einsatz der Ehrenamtlichen ins Rampenlicht - mit der Verleihung der „Meilensteine", Auszeichnungen für herausragende Persönlichkeiten, die die Jugendarbeit maßgeblich mitgestalten.

Wichtig ist Lackner auch die Beteiligung junger Menschen an demokratischen Prozessen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr Umfeld und die Gesellschaft mitzugestalten - „Mitmischen im Landhaus" feierte bereits das zehnjährige Bestehen und wird mittlerweile unter dem Titel „Mitmischen vor Ort" auch in den Regionen angeboten. Und beim Jugendlandtag (im März dieses Jahres und sowie im Jahr 2016 abgehalten) bekamen Jugendliche die Möglichkeit, ihre Meinungen, Ideen und Veränderungswünsche mit politisch Verantwortlichen zu besprechen.

Durchgeführt werden diese Beteiligungsprojekte von beteiligung.st, eine von 16 Fachstellen des Landes im Bereich der Jugendarbeit. Gerade was deren Zahl und die Fülle an Themen, die sie abdecken, betrifft, haben wir österreichweit eine Vorreiterrolle: Sie kümmern sich um Lobbying für Kinder und Jugendliche, Suchprävention, politische Bildung, außerschulische Bildung bis hin zur Jugendliteratur, bekämpfen Gewalt und Rassismus, klären über Sekten auf - und vieles mehr.

Tag der steirischen Jugendarbeit

„Angesichts der vielen Partnerinnen und Partner, die mit mir als für die Jugendarbeit zuständige Landesrätin zur Tat schreiten, ist das Angebot für Jugendliche so groß, dass ich es hier nicht in seiner Gesamtheit vorstellen kann ­ aber genau das macht der Tag der Jugendarbeit heute im Landhaushof", freut sich Lackner über die heutige Veranstaltung.

Dabei präsentieren sich 27 Organisationen und Einrichtungen - aber nicht nur das. Sie bieten den BesucherInnen - mehr als 500 haben sich bereits angemeldet, unter ihnen SchülerInnen zahlreicher Schulen - auch fachlichen Input in Form von interaktiven Vorträgen, die im Rittersaal gehalten werden.

Der „Tag der steirischen Jugendarbeit" verläuft nicht nach einem speziellen „Drehbuch" oder vorgegeben Ablauf. Alle Jugendlichen erhalten bei Ankunft einen Stationenpass und bewegen sich danach selbständig von Stand zu Stand. An den Stationen wird etwas rund um das Thema Jugendarbeit und mehr erleb- und ausprobierbar sein. An jedem besuchten Stand werden die jeweiligen Stationsnummern im Pass abgestempelt. Der Stationenpass dient einerseits als Orientierung, andererseits haben die Jugendlichen die Möglichkeit eines von zehn LOGO-Packages zu gewinnen. Ein Messe-Durchlauf dauert in der Regel 90 bis 120 Minuten.

Amir Mayer, Vorsitzender des Landesjugendbeirates:

Der Landesjugendbeirat dient als Interessenvertretung der verbandlichen Jugendarbeit. Unser Ziel ist es für unsere Mitgliedsorganisationen sowie die Kinder und Jugendlichen optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Wie gut die Arbeit der Verbände in der Steiermark ist sieht man unter anderem an rund 28.000 Veranstaltungen die jährlich durchgeführt werden."

Florian Arlt, GF Dachverband Offene Jugendarbeit:

„Die Offene Jugendarbeit ist ein komplexes sozialpädagogisches Handlungsfeld im Gesamtkomplex der professionellen Sozialen Arbeit mit einem sozialräumlichen Bezug und einem jugendpolitischen, pädagogischen und soziokulturellen Auftrag. Offene Jugendarbeit begleitet und fördert Jugendliche auf ihrem Weg in die erwachsene Selbstständigkeit und Mündigkeit und integriert sie in gesellschaftliche Gestaltungs-, Aneignungs-, und Bildungsprozesse und ist somit ein unverzichtbarer Bestandteil einer kommunalen öffentlichen Infrastruktur."

Uschi Theissl, GF Logo Jugendmanagement, Sprecherin des Fachstellennetzwerks:

„Das steirische Fachstellennetzwerk wurde im Jahr 2000 als informelle, überparteiliche und interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft gegründet - mit dem einzigen Ziel, die Lebenswelten der steirischen Kinder- und Jugendlichen nachhaltig zu bereichern bzw. zu verbessern. Dazu gehen wir in einen regelmäßigen inhaltlichen Austausch und versuchen gemeinsam an nationalen als auch internationalen Strategien und Forschungsergebnissen zu partizipieren bzw. zur inhaltlichen Ausrichtung der steirischen Kinder- und Jugendarbeit beizutragen. Mit Landesrätin Ursula Lackner haben wir diesbezüglich eine sowohl interessierte als auch kompetente Ansprechpartnerin der der steirischen Landespolitik."

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