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Kopftuchverbot alleine ist keine Integrationsmaßnahme

LRin Ursula Lackner © Sudy
LRin Ursula Lackner
© Sudy

Kindergarten und Schule haben die Aufgabe, Kindern den Raum und die Zeit zu geben, ihre Persönlichkeit selbst zu entwickeln. Das gilt natürlich auch für Mädchen aus muslimischen Familien in Hinblick auf ihre Religion und ihre weiblich Identität. Es ist wichtig für sie zu erfahren, wie es ist, ohne Kopftuch und damit ohne die Fokussierung auf ihr Geschlecht und ihre Sexualität aufzuwachsen.

Aber ein Kopftuchverbot alleine ist keine wirksame Integrationsmaßnahme. Es braucht jedenfalls zusätzlich:

  • den Ausbau der Schulsozialarbeit, um die Kinder in der Entwicklung ihrer eigenen Persönlichkeit zu helfen
  • die Verstärkung der Elternarbeit, um ihnen den Weg in die Schulpartnerschaft zu erleichtern
  • die Stärkung der PädagogInnen, um ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit Vielfalt und Pluralität zu geben.
  • die Erneuerung der Bund-Länder-Vereinbarungen über den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, die Sprachförderung und das kostenlose verpflichtende Kindergartenjahr.

Außerdem gibt es noch viele Unklarheiten:

  • Wie viele Betroffene gibt es überhaupt?
  • Wer kontrolliert?
  • Welche Konsequenzen gibt es?
  • u v m

Diese Diskussion zeigt ganz deutlich: Ein Verbot kann nicht die Streichung von Mitteln für Integrationsmaßnahmen wettmachen.

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